Anhängerkupplung montieren: Werkstatt vs. DIY

Eine Anhängerkupplung ist eine wirklich geniale Auto-Applikationen. Sie ist sowohl bei einem Umzug als auch bei der Urlaubsreise sehr nützlich. Diese wird jedoch nur selten beim Kauf des Neuwagens als Option mitgebucht. Ein Gebrauchtwagen mitsamt der Anhängerkupplung kostet in der Regel ebenfalls mehr. Zum Glück kann man fast jedes Fahrzeug nachrüsten. Ausnahmen stellen Elektroautos, Luxusmodelle und manche Sportwagen dar. Wer sein Fahrzeug mit einer Anhängerkupplung nachrüsten möchte, steht vor der Wahl: DIY oder lieber Fachmann?

Montage beim Fachmann

Die Anbieter von Anhängerkupplungen sind bundesweit zu finden, mitsamt der Einbaustation. Die Termine beim Fachmann können einfach online oder telefonisch vereinbart werden. Man kann sich in diesem Fall gleich vor Ort von der Kompetenz der Mitarbeiter überzeugen sowie bei Bedarf weitere Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Daher gilt diese Option als die bequemere Auswahl. In den KFZ-Werkstätten kann man sich auch fachmännisch dazu beraten lassen, welche Anhängerkupplung die beste für die eigenen Bedürfnisse ist. Denn in diesem Bereich hat man die Qual der Wahl zwischen einer festen, einer abnehmbaren und einer schwenkbaren Anhängerkupplung. Die Auswahl des richtigen Modells und des Elektrosatzes ist ebenfalls um einiges leichter, wenn man einen Fachmann auf seiner Seite weiß.

Für die Option DIY entscheiden sich die meisten Menschen wegen der anfallenden Kosten. Immerhin kostet die Anhängerkupplung zwischen 200 und 500 Euro, wobei für stärkere Anhängerkupplungen mehr ausgegeben werden muss. Der passende Elektrosatz kostet um die 100 Euro. Das Zubehör, wie zum Beispiel ein abnehmbarer Heckträger und der Adapter, sowie der Einbau-Service kosten ebenfalls zwischen 150 bis 500 Euro. Dank der Tatsache, dass die meisten Dienstleister einen Festpreis anbieten, kann man sich die Kalkulation sparen.

DIY als Alternative

Im Internet wird häufig dazu geraten, für die Anhängerkupplung lieber den Fachmann zu besuchen. Zumindest beim ersten Mal. Dabei werden die handelsüblichen Modelle mit einer Anleitung geliefert, welche sehr ausführlich ist. Daher kann eine Selbstmontage mit ausreichend Geschick sowie mit der entsprechenden Sorgfalt auch selbst innerhalb einer bis drei Stunden bewerkstelligt werden. Die Voraussetzung dafür ist die richtige Auswahl des jeweiligen Kupplungsmodells.
Bei dieser Option wird aus diesem Grund dazu geraten, dasjenige Modell auszuwählen, welches vom jeweiligen Autohersteller angeboten wird. Denn in diesem Fall weiß man, dass das Modell kompatibel und geprüft ist.

Wie wird eine Anhängerkupplung montiert?

Die mitgelieferte Anleitung zur Montage der Anhängerkupplung beinhaltet in der Regel auch die Liste des erforderlichen Werkzeugs. Wichtig ist zudem eine Sprühflasche mit Unterbodenschutz, damit die Montagestellen gereinigt werden können. Zudem garantiert ein Drehmomentschlüssel das korrekte Anzugsdrehmoment bei der Befestigung der Anhängerkupplung.
Im ersten Schritt wird der Heckstoßfänger entfernt und das Fahrzeug per Wagenheber auf die ideale Arbeitshöhe gehoben. Daraufhin wird der Grundträger demontiert und der Vergaser abgesägt. Durch die Anhängerkupplung wird der Originalträger ersetzt. Diese wird rechts und links an den Bolzen verschraubt.

Ein Verantwortungsbewusstsein als Voraussetzung

Beim Kabelsatz kann es kritisch werden, denn gerade an diesem scheitert so mancher Hobbybastler. Das Problem dabei ist in vielen Fällen die korrekte Steckerbelegung nach ISO-Norm. Es ist wichtig, hierbei daran zu denken, dass der Minuspol der Autobatterie abgeklemmt werden muss, bevor der Kabelbaum vom Kofferraum aus mit der Bordelektronik verbunden wird, da sonst Kurzschlussgefahr besteht.

Wenn zuletzt der Stoßdämpfer angebracht wird, kann es zu Kratzern im Lack kommen. Doch beim DIY-Einbau kann es nicht nur zu
kosmetischen Makeln kommen. Man muss sich nämlich darüber bewusst sein, dass ein fehlerhaft angebrachter Anhänger ein sicherheitstechnisches Risiko darstellen kann. So muss ein entferntes Wärmeleitblech wieder an der ursprünglichen Position angebracht werden, da es sonst zu einer zu starken Hitzeentwicklung kommen kann. Daher muss man sich streng an die Anleitung halten. Bei der Montage beschädigte Teile dürfen nicht verbaut werden. In diesem Fall müssen unbedingt Ersatzteile angefordert werden.

Wenn die Anhängerkupplung erfolgreich verbaut ist, muss man sich diese zwar nicht behördlich abnehmen lassen. Doch eine freiwillige Eintragung ist die beste Gelegenheit, das Resultat fachkundig überprüfen zu lassen.

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